Gesamtfoto 2015

Die Musikgesellschaft Schüpfheim : An der Peripherie und doch Mittendrin…

Die Gemeinde Schüpfheim liegt an der breitesten und wahrscheinlich auch zentralsten Stelle im Entlebuch. Heute ist es die bevölkerungsreichste der acht Gemeinden im Tal der Kleinen Emme und bietet seinen Einwohnern ein grosses Kultur- und Freizeitangebot.

Ein wichtiges Element in diesem kulturellen Puzzle bildet die vor 175 Jahren gegründete und seit Beginn in Harmoniebesetzung spielende Musikgesellschaft Schüpfheim. In ihren Anfängen widmete sie sich fast ausschliesslich der Kirchenmusik. Aus heutiger blasmusikalischer Sicht waren die Schüpfheimer Musikanten aber bereits damals sehr innovativ. Kam es doch schon vor über 100 Jahren an ihren Auftritten zu sogenannten „Cross-Over“ Projekten mit Sängerinnen und Sängern.

Diesem dynamischen Geist sind die rund 54 heutigen Mitglieder der Musikgesellschaft verbunden geblieben. Sie pflegen eine breite musikalische Palette, die jeweils allen aktiv und passiv Beteiligten etwas bieten soll. Mit viel Freude und Elan wagen sie jährlich den Spagat, ihre musikalischen Ziele wie die Jahres-, Sommernachts- oder Gastkonzerte, den regelmässigen Wettbewerbsbesuch und den kameradschaftlichen Zusammenhalt miteinander unter einen Hut zu bringen. Auch die Grätsche zwischen Konzert- oder Wettbewerbs- und unterhaltender, publikumsnaher Literatur klappe meist sehr gut, erklärte die Präsidentin. Dies alles gelänge nur so reibungslos, weil alle in dieselbe Richtung ziehen würden und die gleiche Gesinnung hätten. Es gebe äusserst selten verzettelnde Diskussionen zum oder ums musikalischen Kerngeschäft. Dadurch entstehe eine begeisternde, positive Energie, die alle mitreisse und vom Dirigenten Roger Meier hervorragend gelenkt oder auch wach- und hochgehalten werden könne. Sie bezeichnet dies als eine der Schüpfheimer Spezialitäten oder Stärken. Daneben hätten sie aber ebenfalls das grosse Glück, dass sie ausser einem erstklassigen Dirigenten auch in jedem Register einen Leader hätten. Dies motiviere vor allem die Registerkollegen zusätzlich – manchmal vielleicht auch etwas mehr zu tun.